Berastagi besitzt zwei Vulkane, den Gurung Sibayak und den Gurung Sinabung. Den Sibayak kann man jedoch ohne Probleme besteigen. Der Sinabung brach die letzten Jahre leider mehrmals aus, weshalb ein Besteigen nicht möglich ist.

Wer den Vulkan Trek machen möchte kann sich entweder einen Guide mieten, dieser kostet rund 600.000 IDR für das Auto und den Guide, oder erkundet den Vulkan auf eigene Faust. Dies ist jedoch nur ratsam wenn das Wetter gut ist, denn gerade der Dschungel Pfad ist nicht gut erkennbar. So kann die Tour entweder um 04:00 Uhr beginnen, um den Sonnenaufgang zu sehen, oder gemütlich um 08:00 Uhr. Da ich mich mit einigen Backpackern zusammengeschlossen hatte, entschieden wir uns für die geführte Tour um 08:00 Uhr.

Unser Fahrer holte uns pünktlich ab und wir fuhren los. Kurzfristig besuchten wir noch den Fruitmarket, welcher sich direkt neben der Touristinformation befindet. Am Vulkan angekommen ging es dann auch schon los. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk und eine warme Weste zu tragen.

Der Weg zum Vulkan

Bereits nach wenigen Minuten bemerkten wir den Geruch des Schwefels. Dieser erinnert ziemlich an faulige Eier! So ging es durch ein Meer aus Büschen und Pflanzen in Richtung Vulkan. Hier angekommen, schießen die Schwefel Geysire aus der Erde und erfüllen die Umgebung mit dem übel riechendem Rauch. In Mitten des Kraters bildete sich im laufe der Zeit ein kleiner See, dieser war jedoch leider ausgetrocknet. Nach einer kurzen Foto-Pause ging es für uns weiter auf den höchsten Punkt des Berges. Von hier aus hat man eine wahnsinnige Aussicht auf den Vulkan Sinabung. Die Stille des Berges wird hier nur durch das Schreien der Gibbon Affen unterbrochen. Wer die Aussicht länger genießen will, kann sich bei einem der vielen Stände ein Zelt mieten und am Vulkan campen.

Weg zum höchsten Punkt des Vulkans

Blick auf den aktiven Vulkan

Vulkanlandschaft

Der Weg nach untern führt anschließend durch den Dschungel, auch hier bietet sich wieder eine schöne Aussicht nach der Anderen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, wo man hintritt! Unten angekommen, holte uns das Taxi ab und brachte uns zu den heißen Schwefelquellen. Das Bad bietet verschieden temperierte Becken in welchen man sich, zwischen Bergen und Pflanzen, entspannen kann. Neben den Quellen befindet sich ein kleines Restaurant, doch meiner Meinung nach, sollte vielleicht bis Berastagi gewartet werden 🙂

Wer noch Energie hat, kann anschließend in die Geisterstadt Sukanalu Heran besuchen. Nach dem Ausbruch es Vulkans 2010 wurde das gesamte Dorf evakuiert und bis heute ist es nicht möglich zurück zu kommen. So hängen in vielen Häusern noch Bilder der ehemaligen Bewohner und im Krankenhaus sind noch jegliche Utensilien zu finden. Wer will, kann über den Zaun der Kirche steigen und die Kirchenglocken läuten lassen. Ein seltsames Erlebnis.

Verlassene Kirche

Krankenhaus von innen