Ich hatte sechs Wochen Zeit die wunderschöne Südinsel Neuseelands genauer unter die Lupe zu nehmen. Erkundet habe ich diese teilweise mit einem Campervan und mit dem Auto. Einen Campervan findet ihr auf Seiten wie Jucy, Happy Camper und vielen mehr! Ein Auto könnt ihr, je nach Jahreszeit und länge eures Aufenthalts, günstig von anderen Backpackern oder Autohändlern erwerben. Auf Facebook findet ihr Gruppen wie „New Zealand Backpacker“ oder „Rideshare New Zealand„. Hier findet ihr gebrauchte Autos oder eine Mitfahrgelegenheit.

 

Wo schlafe ich?
Wer mit dem Camper oder dem Auto unterwegs ist besitzt viele Möglichkeiten zu übernachten. Ich empfehle euch die App Campermate. Diese zeigt euch Campingplätze, ATMs, Duschen und vieles mehr an.
In Neuseeland findet ihr verschiedene Arten von Campingplätzen. So gibt es die „normalen“ bezahlten Campsites, welche euch rund 10-25 Dollar* pro Person kosten. Hier findet ihr Duschen, Küchen und meistens ein paar Aufenthaltsräume. Des Weiteren gibt es die DoC (Departement of conservation) Campsites, diese kosten euch zwischen 8-13 Dollar*. Ich habe diese Plätze geliebt, da sie häufig wunderschön in die Natur eingearbeitet waren und eine tolle Atmosphäre bieten! Hier findet ihr jedoch meist nur eine Toilette welche, wenn ihr Glück habt, recht sauber ist. Zu guter Letzt gibt es noch die free Campsites, hier müsst ihr nicht bezahlen, jedoch darauf achten ob diese lediglich für „Self-Contained“ oder aber auch für normale Fahrzeuge zulässig sind. Als „Self-Contained“ gilt ein Fahrzeug welches eine Toilette, diese kann auch portabel sein, und einen Wassertank besitzt. Erfüllt ihr diese Kriterien findet ihr einen blauen Aufkleber an der Heckscheibe eures Autos.

Campervan

Jucy Campervan

 

Camping

Mit dem Auto durch Nueseeland

 

Christchurch
Christchurch diente mir als Start- und Endpunkt! Nachdem die Stadt vor wenigen Jahren von einem großen Erdbeben zu großen Teilen zerstört wurde, findet ihr hier viele neue Gebäude. Neben ein paar Museen und Shopping Möglichkeiten, ist noch ein kleiner Strand zu finden, an welchen geschwommen und gesurft werden kann. Des Weiteren könnt ihr mit einer Gondel auf den Mount Cavendish fahren, um dort die Aussicht zu genießen.

 

Lake Tekapo
Anschießend ging es für mich zum Gletschersee Tekapo. Durch das Abschleifen des Felsuntergrunds erhält der See eine unfassbar blaue Farbe und um den See herum wachsen unzählige Lupine, ein wirklich atemberaubend schönes Bild! Wer Zeit und Lust hat, kann hier einen kleinen dreistündigen Hike auf den Mount John unternehmen. Auf dem Top findet ihr das Mt John University Observatorium.
Wer Entspannung sucht findet diese in den heißen Quellen Tekapo Springs. Der Eintritt kostet euch rund 27 Dollar*. Ein weiteres Highlight am Lake Trekapo ist das sogenannte Stargazing. Da es rund um den See kaum Lichterverschmutzung gibt, findet ihr einen atemberaubend schönen Sternenhimmel! Eine Tour kostet euch rund 99 Dollar*. Während der Tour erhaltet ihr viele Informationen von ausgebildeten Astrologen. Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann sich mit seinem Auto oder Camper auch auf den nahegelegenen Campingplatz am Lake McGregor begeben, denn auch hier findet ihr einen wunderschönen Sternenhimmel.

Wanderweg

Wanderweg zum Mount John

Blumen

Lupine am Lake Tekapo

Lake Tekapo

Ausblick vom Mount John

 

Lake Pukaki und Mount Cook
Direkt neben dem Lake Teeapo findet ihr den Lake Pukaki. Auch dieser See ist unfassbar blau. Besonderes Highlight hier ist der freie Campingplatz mit der schönsten Aussicht die ich jemals hatte! Von hier aus kommt Ihr zum Mt Cook. Wer Lust hat, kann hier einige kleinere und größere Hikes unternehmen.

Blick vom Lake Pukaki Campingplatz

Blick auf den Mount Cook

Wanderweg

Wanderweg am Mount Cook

 

Dunedin
Auch auf dem Weg nach Dunedin kann einiges gesehen werden. So bietet es sich an, einen kurzen Besuch bei den Clay Cliffs zu machen. Der Eintritt kostet euch nur 5 Dollar* pro Auto. Anschließend findet ihr die berühmte Moeraki Boulder Bay, mit ihren runden Felsformationen. Wer früh morgens kommt, hat die besten Chancen die Felsen für sich zu haben, gegen Mittag wird es hier ziemlich kuschelig.

Klippen

Clays Cliff

Meer

Moeraki Boulder Bay

Meer und Frau

Moeraki Boulder Bay

Dunedin selbst hat, neben seinen Shopping Möglichkeiten, nicht unbedingt viel zu bieten. Bei schlechtem Wetter kann beispielsweise das Otago Museum besucht werden. Wobei sich mir nicht richtig erschlossen hat, worum es in diesem Museum ging. Jedoch findet man einige unterhaltsame Stücke und gratis WLAN. 🙂 Wer etwas Glück hat kann am Leuchtturm Albatrosse sehen. Diese fliegen jedoch nur Abends.

Leuchtturm

Der Albatross Point in Dunedin

 

Sandfly Bay
Eine meiner Highlights war die Sandfly Bay. Durch den starken Wind werden große Mengen an Sand aufgewirbelt und angehäuft. Zwischen den Sandhügeln findet ihr, mit etwas Glück, einige Seelöwen. Der Weg um an die Bay zu kommen ist ziemlich anstrengend doch es lohnt sich!

Sandfly Bay

Kurze Pause am Sandfly Bay

Seelöwen am Sandfly Bay

Strand

Blick auf Sandfly Bay

 

Nugget Point
Der Blick über die zerklüftete Landschaft und das tiefblaue Meer gehört zu einer der schönsten Aussichten die ich jemals gesehen habe. Zwischen den Felsen schwimmen Seelöwen und über euch fliegen unzählige Möwen. Neben dieser unfassbaren Aussicht, verblasst der Leuchtturm schon fast. Einfach atemberaubend!

Nugget Point

Blick auf den Nugget Point

Nugget Point

Blick auf den Nugget Point

 

Catlins Conservation Park
Einer meiner Lieblingsplätze war der Catlins Conservation Park. Hier findet ihr unzählige kleine Wanderungen und jede davon ist einfach wunderschön! So gibt es beispielsweise den Hike zu den Purakaunui Falls, den McLean Falls oder den Waipohatu Walk. Anschließend könnt ihr die Cathedral Cave besuchen, welche euch 5 Dollar* Eintritt kostet. Da die Höhle nur bei Ebbe betreten werden kann, solltet ihr euch jedoch vorher informieren, ob Ihr sie betreten könnt. Anschließend könnt ihr den südlichsten Punkt der Südinsel besichtigen, den Slope Point.

Wanderweg

Wanderweg in den Catlins

Dschungel

Der Regenwald in Neuseeland

Wasserfall

Catlins

Catlins

 

Fiordland-Nationalpark
Der Fiordland-Nationalpark ist der größte Nationalpark Neuseelands. Zu dem Park gehören sowohl Doubtful als auch Milford Sounds, ein Must-See! Wer viel Zeit und das entsprechende Kleingeld besitzt, kann auf dem Doubtful Sounds Flussarm eine knapp 9-stündige Bootsfahrt machen. Diese kostet euch rund 250 Dollar*. Wer es etwas kürzer mag, kann diese jedoch auch in Milford Sound buchen. Hier kostet euch eine 2-stündige Fahrt rund 70 Dollar*.
Wer gerne wandert, kann den viertägigen Milford Track laufen, welcher euch durch das wunderschöne Fiordland führt. Informiert euch im voraus, denn grade zu der Highseason können die Hütten der DoC Camps ziemlich voll sein.
Buchen könnt ihr alles von Te Anau aus. Hier findet ihr alles was das Herz begehrt, von leckerem Essen bis hin zu guten Einkaufsmöglichkeiten.

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

Milford Sounds

 

Queenstown
Queenstown ist eine der größeren Städte im Süden. Wer hier ist, sollte sich eine Sache nicht entgehen lassen, den Fregburger! Schon vor meiner Ankunft in Queenstown wurde mir dieses kulinarische Highlight nahegelegt. Ihr erkennt den kleinen Laden mitten in der Stadt an der recht langen Schlange! Anschließend könnt ihr euch ein Eis bei der berühmten Eisiele „Patagonia“ gönnen und ein wenig die wunderschöne Promenade entlang laufen.

 

Fox und Franz Josef Gletscher
Die beiden Gletscher sind ein Highlight auf jedem Neuseeland Trip. Laut einer Studie verloren sie jedoch, in den letzten 40 Jahren, rund 30 Prozent ihres Volumens. Am Gletscher selbst erfahrt ihr mehr über die Klimaerwärmung und was ihr dagegen tun könnt.

Franz Josef Glacier

Franz Josef Glacier

Josef Glacier

Weg zum Franz Josef Glacier

Fox Glacier

Fox Glacier

 

Weiteres an der Westcoast
Auf der Westküste Neuseelands findet ihr einen wunderschönen Strand nach dem Anderen. In der Nähe der Stadt Greymouth könnt ihr die Punakaiki Pancake Rocks besuchen. Jahrtausende lang wurden die Felsen in die Form gestapelter Pfannenkuchen geschliffen. Besonderes Highlight hier, die sogenannten Blowholes!

 

Able-Tasman-Nationalpark

Der Able-Tasman-Nationalpark ist ein Naturschutzgebiet im Norden Neuseelands Südinsel. Neben unfassbar schönen Stränden ist er vor allem für seinen mehrtägigen Coast Track bekannt. Der Park kann jedoch nicht nur zu Fuß, sondern auch per Kayak erkundet werden. Je nach Unternehmen und Dauer kostet euch ein Kayak ab 70 Dollar*.

Able Tasman

Blick auf Able Tasman Park

 

*1 Euro entspricht circa 1,70 Neuseeländischen Dollar. Stand Februar 2019